Wenn mein Mann mit dem Trinken aufhören würde, ginge es mir endlich gut.

Er soll doch einfach mehr lernen, dann wäre alles gut.

Wenn ich mehr Geld verdienen würde, wäre mein Leben leichter.

Wie soll ich das bitte machen, wenn ich so viel Stress wegen der Arbeit habe.

Ist der blöd. Der sollte anders sein, dann würde es dem besser gehen.

Immer wieder werden andere Menschen und schlechte Situationen für das eigene schwere Leben verantwortlich gemacht oder Ratschläge an andere verteilt. Manchmal ändert sich etwas da draußen. Dann hat man Glück. Und wenn nicht?

Ich empfehle, nicht auf Glück im Außen zu warten. Das kann sehr stressig sein. Sich selber beobachten und an sich selber arbeiten, ist gesünder und wirksamer. Sich der eigenen Wahrheit zu stellen, ist offensichtlich ein großer schwerer Schritt.

Ja, ich bin unordentlich, weil ich zu bequem bin und mich nicht aufraffen kann.

Ja, ich bin nicht zuverlässig.

Ja, ich kann hektisch werden, wenn zu viel auf mich zukommt.

Ja, ich bin von dem genervt, wenn ich den schon sehe.

Ja, ich kann sehr aggressiv werden, wenn ich merke, dass andere ihre Macht gegen mich ausüben.

Die eigenen negativen Eigenschaften zeigen sich erst in schwierigen Lebensphasen. Dann, wenn es wirklich eng für einen selber wird, was bei jedem unterschiedlich ist. Enya hat dazu die passende Musik.

 

Der eigene schwierige Moment ist der Moment, sich selber besser kennenzulernen und bietet zwei Möglichkeiten:

1. Man kann herausfinden, wo man ungünstige Gedankenmuster hat. Denn diese sind verantwortlich für negative Reaktionen. Sie können verändert werden, so dass man ein glücklicheres Leben führen kann.
2. Man wird gelassener, wenn man auf negative Reaktionen anderer Menschen trifft. Schliesslich kann man nun gut verstehen, wo das herkommen kann.

In der Bibel wird das Thema auch aufgegriffen. Danach wacht irgendetwas über uns und sieht die Wahrheit, die sich in unserem Herzen abspielt.

Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern es ist alles bloß und aufgedeckt vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft geben müssen. Hebräer 4,13

Ich wünsche uns allen, dass jeder die Zeit und Energie nutzt, um an sich selber zu arbeiten statt an anderen. Wir können uns nur in der Gemeinschaft besser kennenlernen und persönlich stärker werden. Für eine große Potentialgemeinschaft.

Claudia Riege