Opfer und Täter in einer Person

Als Opfer wird jemand bezeichnet, der an Körper oder Geist durch etwas oder jemanden einen Schaden erlitten hat. Das ist ziemlich eindeutig.
Opfer ist man jedoch auch dann, wenn man in schwierigen Situationen mit Ärger, Wut, Angst, Trauer, Hass, Selbstzweifel, Resignation o.Ä. reagiert. Man sucht sich die negativen Reaktionen nicht freiwillig aus. Sie haben einen zunächst automatisch fest im Griff.

Was ist so schlimm an negativen Reaktionen?

Reagiert man negativ auf eine herausfordernde Situation, kann es leicht passieren, dass man nicht mehr besonnen nachdenken kann. Es folgen dann ungünstige Entscheidungen; begleitet von einer Vielzahl ungünstiger Gedanken, die die Situation noch schlimmer machen.

Jeder ist mal Opfer

Jeder von uns reagiert in schwierigen Situationen zunächst mal negativ. Irgendwo und irgendwie. Der Unterschied liegt lediglich in den jeweiligen Situationen, die dazu verführen, negativ zu reagieren.

Doch genau deshalb, ergänzen wir uns alle eigentlich gut. Da, wo man selber schwach ist, ist ein anderer stark. So kann man sich gegenseitig unterstützen.

Jeder ist mal Täter

Unter Täter versteht man jemanden, der eine Straftat oder zumindest Unrecht getan hat. Unrecht hat wohl jeder schon einmal getan, auch, wenn es nicht vom Gesetz verfolgt wird. Handeln wir aus einer negativen Haltung heraus, können wir dem anderen nur Unrecht tun. Man redet harte Worte, sagt lieber nichts, geht lieber weg, lästert, sucht sich etwas Besseres oder man hat keine Zeit. Damit bringt man andere Menschen in schwierige Situationen oder nimmt zumindest die Chance, dass das Leben des anderen, sich zum Besseren wenden kann.

Ungünstige Gedanken sind der Auslöser

Reagiert man in einer schwierigen Situation negativ, so sind ungünstige Gedanken der Auslöser für Entscheidungen.

Aus Angst vor der Reaktion von ihm, mache ich lieber nichts.

Ich bin doch nicht blöd und helfe dem noch einmal.

Ob ich jetzt was tue oder nicht, es eh egal.

Ich habe keine Lust. Das mache ich vielleicht morgen.

Ich habe keine Zeit jetzt mit Dir in Ruhe zu reden.

Nein. Da mische ich mich lieber nicht ein. Das geht mich nichts an.

Einen Brief zu schreiben, hat keinen Sinn. Die haben kein Interesse.

Der soll bloß die Klappe halten. Sonst mache ich sein Geschäft kaputt.

Wenn ich mir das Leben nehme, bekommt meine Familie das Geld aus der Versicherung.

Die benutzen mich nur. Also mache ich nur das Nötigste.

Ich halte es nicht mehr aus. Alkohol ist der Retter in der Not.

Das Leben ist schrecklich. Mit den Drogen geht es besser.

Somit ist man einerseits Opfer von Konflikten, da man sich bei negativen Reaktionen selber unwohl fühlt. Sie stressen den Körper und vermiesen einem das Leben. Doch gleichzeitig liefern diese Situationen Potenzial, ein Täter zu sein.

 

Aus Wut und Hass wird zugeschlagen.

Zuviel Alkohol verdreht die Realität. Man bringt sich und andere in Gefahr.

Um Drogen nehmen zu können, muss man sie illegal beziehen.

Aus Angst und Selbstzweifel unterlässt man Hilfe.

Aus Sorge vor Armut ist man hier und da unehrlich und betrügt andere Leute oder den Staat.

Weil einem selber das Leben zu viel ist, beschimpft man Kinder.

 

Beschäftigung mit dem Täter ist Sache der Experten und des Lebens

In unserer Gesellschaft ist es üblich, sich mit dem Täter bzw. mit der Täterseite eines Menschen auseinanderzusetzen.

Wie kann der nur?

Der muss doch bestraft werden?

Das muss sie doch kapieren.

Das darf er nicht tun. Das muss man ihm sagen.

Dem werden wir es zeigen. Damit er lernen kann.

Jeder hat inzwischen die Erfahrung gemacht, dass das wenig zielführend ist. Es kostet Energie und Zeit. Das kann und sollte man an die jeweiligen Experten abgeben oder einfach an das Leben. Zielführend ist es hingegen schon, sich für die Opfer mit Zeit und Energie einzusetzen.

Etwas/jemandem zum Opfer gefallen? Steh auf.

Ja, man fällt etwas oder jemandem zum Opfer. Jeder kennt das. Man fällt. Doch dann ist es ratsam, aufzustehen und weiterzugehen. Was ist der nächste kleine mögliche Schritt? Mindestens diese Frage sollte man sich stellen. Die Antwort wird sich zeigen. Nicht selten glaubt man, dass man nie wieder aus einer misslichen unangenehmen Lage kommen kann.

So isses halt.

Wie soll sich das jemals ändern.

Das war schon immer so.

Anderen geht es auch nicht besser.

Mit dieser Haltung kann sich schwer etwas verändern.

Eine ähnliche Fabel gibt es mit einem Esel, der in eine Grube fällt. Statt der Bauer ihm aus der Grube hilft, gibt er den Esel auf. Er holt sich Verstärkung, um ihn zu begraben. Von allen Seiten fällt nun Dreck auf den Esel. Doch dieser schüttelt sich immer wieder, tritt den Dreck fest und steigt so immer höher bis er schliesslich aus der Grube gehen kann.
Genauso funktioniert auch das Leben, wenn man sich nicht hängen lässt. Schritt für Schritt, obwohl man noch nicht weiss, wohin einen die Schritte führen.

Die ungünstige Situation für ein Kind, wenn es noch nicht laufen kann, führt meist nicht dazu, dass es negativ reagiert und darin bleibt. Ganz selbstverständlich probiert es freudig und neugierig alles Mögliche aus bis es den Dreh heraus hat und laufen kann.

Beim Denken braucht es Unterstützung

Wenn man Opfer eines Konfliktes ist, kann man u.U. keinen klaren Gedanken fassen. Man ist umgeben von lauter wirren Gedanken und unangenehmen Emotionen.

Was ist der nächste Schritt? Welcher Gedanke ist ungünstig? Es hilft, wenn man jemanden an seiner Seite hat, der die Fragen für einen stellt, und mit dem man so wieder Orientierung findet, so dass man vom KonfliktOpfer zum Gewinner aufsteigen kann.

Was gibt es zu gewinnen?

Jeder wird es selbst erlebt haben, dass man aus einer schwierigen Situation gestärkt herausgehen kann. Hat man eine schwierige Situationen überstanden, weiss man wie schlimm sie sind und kann andere mit Mitgefühl unterstützen. Ironischerweise sind genau die schwierigen Situationen auch dafür verantwortlich, dass etwas ganz besonders Gutes entstanden ist. Vorausgesetzt, man bleibt nicht Opfer der Konfliktsituation.

Was sagt die Bibel dazu?

Die sagt, man solle sich über schwierige Situationen freuen. Nur in den schwierigen Situationen lernen wir uns wirklich kennen und können uns verbessern.

Jakobus 1

1 Jakobus, der Gott und unserem Herrn Jesus Christus dient, grüßt mit diesem Brief die zwölf Stämme Israels, die über die ganze Welt zerstreut in der Fremde leben.
Durch Bewährungsproben wird der Glaube stark
2 Liebe Brüder und Schwestern! Betrachtet es als Grund zur Freude, wenn euer Glaube immer wieder hart auf die Probe gestellt wird.
3 Denn durch solche Bewährungsproben wird euer Glaube fest und unerschütterlich.
4 Bis zuletzt sollt ihr so unerschütterlich festbleiben, damit ihr in jeder Beziehung zu reifen Christen werdet und niemand euch etwas vorwerfen kann oder etwas an euch zu bemängeln hat.
5 Wenn es jemandem von euch an Weisheit fehlt, soll er Gott darum bitten, und Gott wird sie ihm geben. Ihr wisst doch, dass er niemandem seine Unwissenheit vorwirft und dass er jeden reich beschenkt.
6 Betet aber in großer Zuversicht, und zweifelt nicht; denn wer zweifelt, gleicht den Wellen im Meer, die vom Sturm hin- und hergetrieben werden.
7 Ein solcher Mensch kann nicht erwarten, dass Gott ihm etwas gibt.
8 In allem, was er tut, ist er unbeständig und hin- und hergerissen.
Der Reichtum der Armen
9 Wer arm ist und wenig beachtet wird, soll sich darüber freuen, dass er vor Gott hoch angesehen ist.
10 Ein Reicher dagegen soll niemals vergessen, wie wenig sein irdischer Besitz vor Gott zählt. Wie eine Blume auf dem Feld wird er samt seinem Reichtum vergehen.
11 In der glühenden Mittagshitze verdorrt das Gras, die Blüten fallen ab, und alle Schönheit ist dahin. Ebenso wird es den Reichen ergehen. All ihre Geschäftigkeit bewahrt sie nicht vor Tod und Verderben.
Was unseren Glauben gefährdet
12 Glücklich ist, wer die Bewährungsproben besteht und im Glauben festbleibt. Gott wird ihn mit dem Siegeskranz, dem ewigen Leben, krönen. Das hat er allen versprochen, die ihn lieben.
13 Niemand, der in Versuchung gerät, kann behaupten: „Diese Versuchung kommt von Gott.“ Denn Gott kann nicht vom Bösen verführt werden, und er verführt auch niemanden zum Bösen.
14 Es sind vielmehr unsere eigenen selbstsüchtigen Wünsche, die uns immer wieder zum Bösen verlocken.
15 Geben wir ihnen nach, dann haben wir das Böse empfangen und bringen die Sünde zur Welt. Sie aber führt unweigerlich zum Tod.
16 Lasst euch also nichts vormachen, liebe Brüder und Schwestern!
17 Alles, was Gott uns gibt, ist gut und vollkommen. Er, der Vater des Lichts, ändert sich nicht; niemals wechseln bei ihm Licht und Finsternis.
18 Es war sein Wille, dass er uns durch das Wort der Wahrheit, durch die rettende Botschaft, neues Leben geschenkt hat. So sind wir der Anfang einer neuen Schöpfung geworden.
Echte und falsche Frömmigkeit
19 Denkt daran, liebe Brüder und Schwestern: Seid immer sofort bereit, jemandem zuzuhören; aber überlegt genau, bevor ihr selbst redet. Und hütet euch vor unbeherrschtem Zorn!
20 Denn im Zorn tun wir niemals, was Gott gefällt.
21 Deshalb trennt euch von aller Schuld und allem Bösen. Nehmt vielmehr bereitwillig Gottes Botschaft an, die er wie ein Samenkorn in euch gelegt hat. Sie hat die Kraft, euch zu retten.
22 Allerdings genügt es nicht, seine Botschaft nur anzuhören; ihr müsst auch danach handeln. Alles andere ist Selbstbetrug!
23 Wer Gottes Botschaft nur hört, sie aber nicht in die Tat umsetzt, dem geht es wie einem Mann, der in den Spiegel schaut.
24 Er betrachtet sich, geht wieder weg und hat auch schon vergessen, wie er aussieht.
25 Ganz anders ist es dagegen bei dem, der nicht nur hört, sondern immer wieder danach handelt. Er beschäftigt sich gründlich mit Gottes Gesetz, das vollkommen ist und frei macht. Er kann glücklich sein, denn Gott wird alles segnen, was er tut.
26 Wer sich für fromm hält, aber seine Zunge nicht zügeln kann, der macht sich selbst etwas vor. Seine Frömmigkeit ist nichts wert.
27 Witwen und Waisen in ihrer Not zu helfen und sich vom gottlosen Treiben dieser Welt nicht verführen zu lassen: das ist wirkliche Frömmigkeit, mit der man Gott, dem Vater, dient.

Nutzt die Zeit für die Opfer

Statt sich dem schlechten Gerede über die Täter oder die Täterseite in einem Menschen hinzugeben, sollte man sich intensiv mit den Opfern bzw. der Opferseite eines Menschen auseinandersetzen.
Ich höre oft, dass die Opfer das gar nicht wollen. Das glaube ich nicht. Jeder freut sich über Hilfe. Doch manchmal ist die Situation so schwierig, dass Hilfe nicht so einfach möglich ist. In diesen Fällen, kann man mindestens gute Gedanken losschicken, was nichts anderes ist als beten. Inzwischen gibt es genug wissenschaftlichte Studien, die zeigen, dass das hilft, falls jemand einen Beweis benötigt.
Je mehr Menschen es schaffen, schwierige Situationen als Gewinner zu verlassen, um so weniger Täter haben wir.

Claudia Riege

 

 

 

 

Frieden 😇 auch in einem Konflikt!

In einem Konflikt friedlich ohne Haß, ohne Wut, ohne Trauer, ohne Ärger zu reagieren ist nicht einfach, aber wichtig und gut für ALLE.

Claudia Riege

I Have Peace Songtext

I got peace on my mind
I have peace on my mind (oh oh woh)
I got peace on my mind
Like it’s all over nowPeace (what), I gotta have peace (yeah)
I gotta unleash from the belly of the beast (uh)
I gotta release mad world, the fat beast (that’s right)
‚Cause not many people know the meaning of peace, word (ha)
If a man says he’s packing a piece, you better run (uh)
‚Cause in the ’96 a piece represents a gun (ha)
But I represent the peace that means peace of mind
Free of madness, stress, just feeling good time (ooh wooh)
I want a piece of the pie just like the next man
Chilling hard, big York with the Lexan (ha)
Cooling out by the pool, honeys acting fool (word)
Enough to make a brother drool, yo, but that’s cool (ha)
I want a piece of the dream to make real cream
Be a star, Hollywood, with the dream team
You know how I mean, this goal, I gotta reach this (what)
And that’s what the meaning of peace is

I got peace on my mind (got peace on my mind)
I have peace on my mind
I got peace on my mind
Like it’s all over now

Peace (uh), it might mean „peace, see ya later“
But the meaning of peace can also be much greater (what)
I’m talking ‚bout the peace that never comes to the Middle East
Where the wars never seems to cease
(Peace) on Earth, good will to all men (yeah)
Words often said but rarely ever meant (uh)
World War III, the earth shatters in pieces (boom)
Is that what the meaning of peace is

I got peace on my mind (I got peace on my mind)
I have peace on my mind
I got peace on my mind
I have peace (ha, rock on)
Like it’s all over now
Like it’s all over now
And like it’s all over now
It’s all over now

Right about now we’re gonna get busy
We’re gonna take it home

Peace (I have peace on my mind)
(I have peace) on my mind (on my mind)
(I have peace) peace (on my mind)
(I have peace on my mind)
On my mind (I have peace)
I got peace on my mind (on my mind)
(I have peace) I have peace (on my mind) on my mind
(I have peace) I got peace (on my mind) on my mind
(I have peace) I have peace (on my mind)
Like it’s all over now
Like it’s all over now
Like it’s all over now
Like it’s all over now