Viele Kämpfe entstehen durch Missverständnisse 🙄!

Konflikte gehen momentan noch meist in Kämpfe über. Der von mir vorgeschlagene neugierige freudige Umgang mit Konflikten ist nach wie vor eine Vision.
Eine weit verbreitete häufige Ursache für die Kämpfe sind noch nicht einmal echte Konflikte, sondern reine Missverständnisse.

Der will mich übers Ohr hauen.

Die will sich nur einen Vorteil verschaffen.

Die wollen uns hinhalten.

Das sind Annahmen, die meist nicht der Wahrheit entsprechen. Diese Annahmen sind dann jedoch die Grundlage für die weiteren Handlungsentscheidungen, Gedanken und Emotionen. Der Kampf ist somit zwingendes Programm, der viel Energie kostet und Ungutes mit sich bringt.

Das mit den Annahmen geht natürlich auch anders herum:

Der ist aber nett.

Die Firma möchte mir helfen. Wie freundlich.

Bei diesem Preis haben wir ja Glück gehabt.

Dem bin ich wirklich wichtig.

In dem Fall ist das Ergebnis wohl eher kein Kampf, als eher ein Lebensweg, bei dem es irgendwann ein ungutes Erwachen gibt.

Es ist nicht nur spannend, sondern trägt auch zum Frieden und Glück aller bei, wenn man sich für die Linse des anderen bewusst interessiert, die denjenigen unbewusst dazu motiviert, dies oder das zu denken oder zu tun.

Meist ist die Linse aufgrund unser aller Vergangenheit nicht wirklich schön. Bedürfnisse und Gefühle, die belastend für das eigene Leben sind, sollte man erkennen und austauschen. Daher sollte das Miteinander von der Motivation geprägt sein, dass jeder unschöne Linsen durch schöne Linsen austauschen kann. Was für jeden schön ist und Glück bedeutet, ist natürlich individuell. Genau darin liegt das Wertvolle eines jeden einzelnen. Im Austausch (dazu kann auch ein Streit gehören, der nicht in den Kampf übergeht) findet sich jedoch das Individuelle leichter und kann sich dann entfalten (Potentialentfaltung).
Herr Hüther hat in diesem Zusammenhang immer wieder wertvolle Impulse.

Mit Hilfe der Linsen-Sichtweise lernt man den Menschen dahinter kennen. Das verbindet und entfaltet viele Konflikt-Gewinne.

Bevor Sie also auf andere Menschen mit Ärger, Wut oder Trauer reagieren, machen Sie sich bewusst, dass der andere durch eine andere Linse auf die Welt schaut als Sie! Das ist keine Ent-schuldigung für manches Verhalten. Das steht keinem zu und ist genau genommen auch gar nicht möglich. Es befreit einen vor allem selber, so dass man sein eigenes Potential leben kann. Hier und da gehört auch der Mut dazu, ein Fehlverhalten z.B. anzuzeigen bzw. es öffentlich zu machen.
Wer das Leben genau beobachtet, wird immer wieder die Bestätigung finden, dass jedes Fehlverhalten an sich schon eine Strafe ist. JEDER leidet in irgendeiner Form selber darunter. Um die Konsequenzen bei einem Fehlverhalten kümmert sich also das Leben inkl. der Justiz. Für die, die Vertrauen in den Glauben haben: Gott kümmert sich darum.

Claudia Riege