Streit – Kampf oder Liebe?!

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Wenn einer nicht will, können zwei sich nicht streiten.

Dieser Satz beinhaltet für mich zwei wahre wichtige Aspekte:

          1. Mit dem Begriff Streit verbindet man heute meist den Kampf gegeneinander. Und ja, wenn einer oder eine Gruppe nicht auf die negativen Reaktionen des anderen eingeht, ist kein Kampf möglich. Und das ist gut so.
          2. Man kann auch aus und in Liebe streiten. Das kann laut und unangenehm werden. Wenn einem Dinge wichtig sind, löst das Herz-Emotionen aus. Die Würde des anderen wird jedoch dabei niemals angetastet. Im Liebe-Streit geht es darum, den eigenen Standpunkt zu erklären und den Standpunkt des anderen zu verstehen, um dann zu schauen, was der nächste Schritt sein kann, so dass es beiden gut geht und sich der Konflikt auflösen kann. Wenn nun einer nicht mitmacht, kann man schwer deutlich werden lassen, worum es eigentlich geht. Dass dann wieder Harmonie ins Miteinander kommen kann, wird eher schwierig.

Bei einem Streit in und aus Liebe kann man abwarten, was sich Neues aus dem Streit ergibt. Warten bis sich der Konflikt auflöst. Gewonnen hat man dann eine neue Sichtweise, Erkenntnis oder irgendetwas anderes. Des Weiteren hat man nach einem Streit meist eine tiefere Verbindung als vorher. Ich wünsche uns allen, dass Streiten – natürlich auf Augenhöhe ohne Macht und Gewalt – wieder attraktiver wird!

  1. Claudia Riege