Be- und ver-urteilen macht das Leben schwer – lasst es und es wird leichter

Beobachtet mal, wieviele unangenehme Konfliktsituationen am Tag entstehen, weil man glaubt, einen Menschen oder eine Situation be-urteilen zu können. Man glaubt, genau zu verstehen, warum es so ist wie es ist.

Ärger Dich nicht

Fast unbemerkt automatisch rutscht man erst ins Be- dann ins Ver-urteilen….in den Ärger, die Wut, die Trauer uvm. Daraus ergeben sich als Folge ungünstige Entscheidungen und nervige ungesunde Gedanken:

Mit dem rede ich nicht mehr.
Da kündige ich jetzt.
Ich wechsel die Schule.
Ich gehe mich beschweren.
Ich lasse mich scheiden.
Es hat alles keinen Sinn. Da mache ich nichts mehr.
Ich trenne mich von dem.
Der regt mich auf…….

Der Konflikt scheint sich so ersteinmal aufzulösen, da man die unangenehme Situation zunächst verlassen kann. Doch, was, wenn man sich geirrt hat?

Wenn ich das gewusst hätte…

…. dann würden sehr viele Entscheidungen anders ausfallen. Da bin ich sicher. Erst mit Geduld und echtem Herzenswillen, bekommt man mit der Zeit das wahre Bild von Situationen und Menschen. Es lohnt sich, sich die Zeit zu nehmen.

Du darfst nicht über andere urteilen….sagt die Kirche

Immer wieder – so auch in der Kirche – kann man die Moralpredigt hören, dass man das ja auch gar nicht tun darf….urteilen über andere. Das darf nur Gott. Das ist für mich eine ungünstige und nicht überzeugende Motivation. Eher keine Einladung, sich für den Glauben zu interessieren. Der Glaube, dass es etwas gibt, das über uns steht und den echten Überblick hat, so dass geurteilt werden kann, ist etwas sehr Schönes und entlastet.

Nicht urteilen zu können und zu müssen, ist eine Entlastung

Für mich war es eine große Entlastung, als mir bewusst wurde, dass ich gar nicht in der Lage bin, zu be- bzw. zu verurteilen und es nicht muss. Es ist für mich wesentlich stressfreier, wenn ich nicht permanent auf der Hut sein muss, dass mir vielleicht ein Puzzleteil zum richtigen Verständnis fehlt, und dass ich vielleicht eine „falsche“ Entscheidung treffe.
In der Uni wurden wir genötigt, uns mit EINEM politischen Thema intensiv auseinanderzusetzen. 😮. Dabei kamen so viele neue Erkenntnisse ans Tageslicht, dass ich seitdem meine Urteile zu politischen Themen lasse. Mir ist nämlich klar geworden, dass ich gar nicht die Zeit und Möglichkeiten habe, alles im Detail zu verstehen. Nur das Verfolgen der Medien reicht nicht aus.
Das Gleiche gilt für die Persönlichkeit eines Menschen. Sie ist so vielschichtig, dass man selbst schon Schwierigkeiten hat, die eigene zu erfassen.

Interessant ist auch dieser Beitrag zu diesem Thema:

Warum Dich (fast) niemand ärgern kann

Ich versuche, mich zu verstehen und zu verbessern

Zunächst sollte man seine eigene Persönlichkeit verstehen und verbessern. Wo reagiert man negativ mit z.B. Trauer, Wut und Ärger. Wo entstehen negative Gedanken? Was ist der Konflikt? Was kann man tun?

Konflikte

So ist man auch wertvoll für andere Menschen und Situationen

Obwohl man sich somit eigentlich nur mit sich beschäftigt, profitieren von dem Weg wunderbarerweise automatisch alle Menschen und Situationen, die einem begegnen.

Vom Herz zum Herz

So bin ich mir sicher, alles dafür getan zu haben, dass mein Handeln und Denken vom Herzen kommt. Inzwischen bin ich auch sicher, dass es dort im Herzen des anderen ankommt, auch, wenn es nicht immer gleich oder gar nie ersichtlich ist.

Ein Miteinander ohne Be- und ver-urteilen

Wünschenswert wäre ein Miteinander, in dem jeder von seinen Schwächen erzählen kann oder sie auch einfach nur da sein lassen kann ohne gleich be- und ver-urteilt zu werden. Jeder will glücklich und zufrieden und gesund sein. Die Gedanken im nächsten Video haben mich in diesem Zusammenhang beeindruckt.

Und für die ganz schwierigen Fälle gibt es ja auch noch die Justiz, die sich um das be- und ver-urteilen kümmert. Kein leichter Job.

Soll man also nie etwas sagen?

Doch. Es ist wichtig. Und ja. Es gehört auch zu einem gelingenden Miteinander, sich gegenseitig zu ermahnen. Zu sagen, wenn etwas nicht ok oder ungünstig ist. Und klar. Dafür muss man ja in gewisser Weise die Situation zunächst mal be-urteilen. Es ist wohl eher eine innere Haltung, die offen lässt, dass man das eigene Urteil korrigiert. Genau daher sind (Streit-) Gespräche wichtig und sinnvoll. Des Weiteren ist die Motivation der inneren Haltung entscheidend: ist man der Meinung, man ist makellos und andere sollten sich unbedingt ändern, um besser zu werden? Oder möchte man, dass andere glücklicher leben können, wenn sie ungünstige Eigenschaften ablegen?

Was sagt die Kirche bzw. Bibel dazu?

Hier sind zwei Predigten (pdf-Dokumente), die mir zu diesem Thema gefallen haben.

Wat hast jemacht mit dein Leben?

Was richtest Du Deine Schwester?

Den Glauben kann ich jedem empfehlen. Es macht das Leben leichter. Man bekommt viele hilfreiche Antworten für Konfliktsituationen.

Claudia Riege

Ich liebe Dich nur….wenn wir offiziell ein Paar sind?!

Willst Du mit mir gehen?

Wer kennt das nicht. Der erste Kuss, der erste Sex und dann ist man offiziell ein Paar. Oder doch nicht?! 🤔
Die Aussage

ich liebe Dich

wird i.d.R. nur getroffen, wenn man offiziell zusammen ist. Und dann irgendwann heisst es

ich liebe Dich nicht mehr.

Meist ist das fast zeitgleich mit der offiziellen Trennung verbunden…bzw….kurz vorher.
Schaut man genau hin, wird man festestellen, dass ein gemachtes Gedankenkonstrukt dahinter steckt. Denn, was soll

wir sind in einer Beziehung oder

wir sind jetzt zusammen oder

wir sind jetzt getrennt

wirklich bedeuten? Man gibt einer Situation ein Etikett, das sich aus Gedanken zusammensetzt, die nicht mehr hinterfragt werden. Es scheint so, als wenn mit den gewählten Statusbegriffen (Partnerschaft, Ehe) bestimmte Regeln und Erwartungen gleich mit eingekauft werden. Das stresst. Fällt der Titel Freund/Freundin, Partner/Partnerin oder Ehefrau/Ehemann weg, fallen gleichzeitig auch die Regeln und Erwartungen an einander weg?! Das wiederum entspannt offensichtlich. Endlich muss man dies oder jenes nicht mehr tun.
Des Weiteren verändern sich plötzlich Bewertungen. Das, was vorher in der offiziellen Beziehung gut war, erhält dann plötzlich nach der offiziellen Beendigung der Beziehung die Bewertung schlecht. Von diesen Bewertungen hängen dann oftmals auch die Handlungsentscheidungen ab. Menschen tun plötzlich Dinge, die sie zu Zeiten der guten Bewertung, nie getan hätten. Da stimmt doch was nicht?!

Alles ist gut solange man es glaubt

Jeder sollte jeden lieben: Freundlich miteinander umgehen und für andere da sein. Nicht mehr und nicht weniger. Eigentlich simpel. In einem Buch habe ich kürzlich einen schönen Satz dazu gelesen: Jemanden zu lieben, heisst, jemanden so zu sehen wie Gott ihn gemeint hat. Mit dieser inneren Einstellung würde jeder passende günstige gute Handlungsentscheidungen in Konfliktsituationen treffen. Andere als momentan üblich.

 

Gefunden bei http://wundersameslernen.de/
Gefunden bei http://wundersameslernen.de/

Konflikte scheinen alles schwierig zu machen….weil man nicht weiss wie man damit umgehen soll?! Vermeiden lassen sie sich nicht. Das hat inzwischen auch jeder bemerkt. Da nach meiner Meinung Konflikte sogar Gewinnchancen für alle sind, wäre das ja auch ziemlich blöd.

Liebe ist Geben

Liebt nun jeder jeden, so gibt es trotzdem etwas Besonderes: es gibt nur einen Menschen, dem man ziemlich doll nahe kommt….nahe kommen will. Den küsst man und mit dem genießt man Sexualität. Da kann man sich dann auch nicht mehr wirklich verstecken. Man steht dem anderen quasi permanent wie nackt gegenüber. Diese Nähe ist das Besondere zwischen zwei Menschen. Es ist großartig und gleichzeitig sehr empfindlich. Das braucht keine offizielle sichtbare Aufschrift

Partnerschaft oder

Ehe.

Es – das besondere Gefühl – ist da und eröffnet ungeahnte traumhafte Welten…auch für Konflikte 😜 Eben, weil man sich so nah ist wie keinem anderen.

Konflikte

Statt zu glauben, dass plötzlich auftretende große Konflikte zwischen zwei sich nahestehenden Menschen ein Zeichen sind, dass man nicht zusammenpasst, ist es genau das Gegenteil….bzw. könnte es so sein. Voraussetzung wäre, nicht auf die Konflikte negativ (mit Ärger, Wut, Trauer uvm.) zu reagieren bzw. dort hängen zu bleiben. Sondern die eigene innere Stimme zu finden und ihr zu folgen statt den Modellen der Gesellschaft mit ihren Etikettierungen, Bewertungen und Regeln.

Das macht man halt so, wenn man zusammen ist.
Das muss ich machen. Es ist meine Frau.
Da kann ich nicht, weil mein Freund da ist.
Ich bin jetzt in einer Beziehung, da kann ich das nicht mehr tun.
Weil wir zusammen sind, plane ich mit Dir meine Zukunft.
Mein Freund will ja auch etwas von mir haben.

Folgt man der inneren Stimme, die vom Herzen kommt und sieht den anderen so wie er von Gott gemeint ist, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man mit seinen Mitmenschen turbulente Zeiten gut übersteht. So wie jeden Herbst und Winter. Schöne Zeiten werden noch schöner. Schöner als jeder Frühling und Sommer. Und mit einem Menschen hat man eine besondere ganz tiefe enge Verbindung. Ein wahrer Traum.

Ich liebe Dich

Es lohnt sich, die eigene innere Stimme zu hören und ihr zu folgen!

Claudia Riege